Druckfedern aus Edel- und Federstahl

Eine runde Sache:

Diese zylindrischen Schraubenfedern werden aus runden Drähten mit konstantem Durchmesser produziert. Der mittlere Abstand der Windungen – die Steigung – ist längs der Federachse konstant, wobei die linke und die rechte Endwindung angelegt sind. Diese technischen Federn verfügen über eine lineare Kennlinie, hauptsächlich wird die Federachse beansprucht.

Die Normfedern werden nach den Gütevorschriften für kaltgeformte Druckfedern (DIN 2095, Grad 1) hergestellt. Zusätzlich zu den Abmessungen nach DIN 2098 bieten wir Ihnen durch unser extremes Technologie-Spektrum eine große Auswahl an sinnvoll abgestuften Zwischengrößen. Die rechtsgewickelten Federn werden mit je einer Wicklung angelegt und geschliffen (d  0,5mm); sie bestehen aus Edelstahl oder aus patentiertem Federstahl. Druckfedern aus Federstahl sind dunkelgrau bis schwarz gebondert. Gerne können Sie für Federn aus Federstahl zusätzlich einen Schutz gegen Korrosion vereinbaren.

 

Mit der Federkennlinie lassen sich die Eigenschaften beurteilen. Sie stellt die Kraft „F“ in Abhängigkeit vom Federweg „s“ dar. Die Federrate definiert das Verhältnis von Federkraft zu Federweg - bei zylindrischen Schraubendruckfedern ist der Zusammenhang weitgehend linear. Progressive Kennlinien können durch Variieren des Draht-/Windungsdurchmessers oder des Windungsabstandes erzeugt werden. Allgemein gilt dabei für die Berechnung der Druckfeder:

d >: härter
D >: weicher
n >: weicher

Die Federrate kann auch durch den Werkstoff beeinflusst werden – unser technischer Service berät Sie gerne.

 

Setzen und Relaxation
Wird die Elastizität des Werkstoffes überschritten, setzt sich die Druckfeder. Dadurch tritt eine plastische Verformung auf. Nach der Entlastung wird die ursprüngliche Länge „Lo“ nicht mehr erreicht – daraus resultiert ein Kraftverlust, die sogenannte Relaxation. Dabei entsteht eine Eigenspannung, die sich günstig auf die weitere Belastung der Feder auswirkt. Durch ein gezieltes Vorsetzen – also Belasten der Feder auf Block über einen gewissen Zeitraum – wird dies so genutzt, dass sich die Feder später nicht mehr setzen kann. Unsere Normdruckfedern sind nicht vorgesetzt – allerdings sind sie um das Setzmaß länger als Lo, dies kann bis zu 5 % von Lo betragen.

Unser Tipp zur Dauerfestigkeit
Setzen Sie die Federn vor oder beauftragen Sie uns gegen einen geringen Zuschlag damit. Wenn Sie Dauerfestigkeit wünschen, sprechen Sie bitte mit uns, da diese beispielsweise vom Vorsetztraining, Elastizitätsgrenzen, Belastungen, weiteren Faktoren und dynamischen Einflüssen abhängt. Unsere Normfedern sind auf den universellen Einsatz abgestimmt, deshalb kann eine Dauerfestigkeit nicht für jede Eventualität garantiert werden.

Ausknicken
Schlanke Druckfedern neigen zum Ausbiegen und Ausknicken. Die Knicksicherheit einer Feder ist abhängig vom Verhältnis Länge zu Durchmesser, der spezifischen Belastung und von der Lagerungsart. Die im Online-Shop und in den Katalog-Tabellen angegebene Knicksicherheit entspricht dem optimalen Fall mit einem Lagerungsbeiwert von v = 0,5. Schiefe oder labile Auflagen erhöhen die Knickgefahr jedoch drastisch.

Besteht Knickgefahr, muss die Feder auf einem Dorn oder in einer Hülse geführt sowie ausreichend geschmiert werden. Die passenden Maße für Dorn und Hülse sind in unserem Katalog und im Online-Shop angegeben.
Dynamisch hoch belastete Federn sollten eine hohe Knicksicherheitsreserve besitzen, denn schon leichtes Ausbiegen reduziert die Lebensdauer erheblich. Im Gegensatz zu Druckfedern sind Zugfedern von Natur aus immer knicksicher.

Bei schwierigen Einbauverhältnissen berät Sie unser technischer Service gerne.

Lagerungsarten nach DIN 2089
Druckfeder Lagerungsart DIN 2089

 

Druckfederstrang
Druckfederstränge aus Edelstahl und Federstahl

Sie entsprechen den Abmessungen der Federn aus unserem Shop, sind jedoch 1 m lang und in den Werkstoffen 1.1200 sowie 1.4310 zu beziehen. Mit den Strängen können Sie kurzfristig Zwischenlösungen realisieren, die Sie in unserem Shop nicht finden. Selbstverständlich produzieren wir auf Bestellung auch Stränge mit Längen bis zu 40m.

Vor dem Einsatz sollten die Federn wärmebehandelt werden:
Werkstoff 1.1200: 220°C / 1 Stunde
Werkstoff 1.4310: 300°C / 1 Stunde
Federstränge sind auch gut als Knickschutz für Schläuche und Kabel geeignet.

 

Die Vorteile der Druckfedern:

  • Lineare oder progressive Kennlinien
  • Federrate auch durch Werkstoffbeeinflussbar
  • Vorsetzen der Federn
  • Dauerfestigkeitsgarantie auf Wunsch
  • Beratung bei schwierigen Einbauverhältnissen
  • Druckfederstränge für kurzfristige Zwischenlösungen

FK_Anfrage-Bestellformular_Druckfedern.pdf